12. Internationale GSA Convention – aus „bäh“ mach´ yeah“!

Ich hatte es ja schon vor einiger Zeit erwähnt (Beitrag hier), ich freue mich sehr auf die 12. Internationale GSA Convention . Gestern ging es dann auch schon los und heute bin ich bereits mitten im GSA-Speaker -Trubel in Salzburg.
Ihr wisst, ich bin Fan der GSA. Das habe ich hier schon häufiger zur Sprache gebracht und Euch auch die Gründe dafür genannt(Beitrag hier) . Eigeninitiative, Begegnungen auf Augenhöhe und Lust auf Partizipation sind für mich noch immer Grundvoraussetzungen, um eine gute „Beziehung“ mit und innerhalb der GSA zu führen und damit auch von ihr zu profitieren. Aber – und heute lasse ich mal die Hosen runter – manchmal frage ich mich auch, was mich denn da um Himmels willen reitet, mich auf eine Veranstaltung mit den härtesten Mitbewerbern der deutschsprachigen Speaker-Szene zu begeben. Gefühlt springe ich freiwillig für ein Wochenende in ein Haifischbecken und schlendere nicht gemütlich durch den Streichelzoo!

Aus „bäh“…

Und – wo ich gerade die Karten schon auf dem Tisch habe – manchmal fällt es mir schon schwer, mit all diesen Alphatieren auf der Bühne klar zu kommen. Wenn ich nicht aufpasse, kommen mir entweder solche Gedanken wie: „Oh Gott ist der/die gut – ich kann dich NICHT AUSSTEHEN!“, oder aber das andere Extrem:“ Meine Güte, was für ein Vollpfosten – das kann mein Steuerberater spannender auf der Bühne rüberbringen!“.
So oder so, wenn ich mich bei solchen inneren Monologen erwische, ärgere ich mich sehr über mich selber. Weil mein erster Impuls negativ ist – und das will ich nicht, so will ich nicht sein. Ich versuche stattdessen, negative Gefühle in etwas Positives umzuwandeln. Meine Philosophie heißt „Ja“-sagen: „Ja“ zu neuen Impulsen, „Ja“ zu Herausforderungen und „Ja“ zur Inspiration. Mit einem „Ja“ kann ich mich weiter entwickeln. Mit einem „Nein“ trete ich auf der Stelle und langweile mich irgendwann selbst.

…mach YEAH!

Also nochmal von vorne: Jemand ist eine Bombe auf der Bühne? Super! Und was kann ICH von dem Auftritt lernen? Was mache ich schon genauso gut und was kann ich noch für meinen Vortrag rausziehen?
Jemand vermurkst seine Keynote? Arme Wurst! Wie hätte er/sie die Situation retten können? Wie vermeide ich diese Fehler? Welche schleichen sich auch bei mir ein?
Fühlt sich gleich schon viel besser an!

Disziplin – bis der Kragen platzt

Bei all der Freude darüber, auf der GSA Convention alte Bekannte und neue Freunde wieder zu treffen,  muss ich mich also ebenfalls ab und an disziplinieren, meine eigenen Ansätze auch selber zu leben.
Wäre ja sonst aber auch zu einfach…

Wenn allerdings so ein völlig überdrehter „Special Guest“ aus den USA in gebrochenem Deutsch über „150% Erfolging“ schwadroniert und dann auch noch Gerüchte über geheime Exklusivparties streut, platzt mir dann doch irgendwann der Kragen… 😉

Bleibt flexibel
Euer Ralf Schmitt