Die Welt geht unter – Doch vorher verschenke ich noch Bücher…

Spaßbefreit und unzufrieden

Ich bin mir ganz sicher, falls die Welt irgendwann einmal untergeht, dann muss es im Herbst sein. Vielleicht wird es nie so weit kommen. Aber spätestens Mitte Oktober stehen wir zumindest in Sachen Gemütslage kurz davor, so viel ist sicher. Ich wage sogar fast zu behaupten, dass unser aller „Ende“ von Deutschland ausgehen wird. Zum einen festigen wir in letzter Zeit unseren Ruf, mit Veränderungen nicht so gut klar zu kommen und schnell mal in Angst und Panik zu geraten, wenn Flexibilität und konstruktive Lösungen gefragt wären. Und das ist keine Wertung, sondern eine reine Beobachtung. Zum anderen bekomme ich immer mehr das Gefühl, dass der Better Life Index recht hat, der uns in Sachen Lebenszufriedenheit abgeschlagen auf Rang 14 führt, sogar hinter den Niederlanden. Und Oranje fährt noch nicht mal zur EM. Außerdem belegen Studien immer wieder das Klischee, wir Deutschen seien humorlos. Schauen Sie sich mal dieses Bild an. Ich glaube, das beschreibt unsere Situation ziemlich genau.

Sie können jetzt sagen: „Herr Schmitt, haben Sie in den letzten Tagen einmal aus dem Fenster gesehen? Alles ist grau. Tag oder Nacht? Dunkel! Und dann dieses nasskalte Wetter. Mein Rücken zwickt, meine Knie knacken und meine Nase läuft und läuft und läuft. Wie soll man denn auch gesund werden, wenn alle um uns herum am Schniefen sind? Wo soll denn da der Humor herkommen?“ Ja, der Herbst ist auch nicht gerade meine liebste Jahreszeit. Ich stehe auch jedes Jahr direkt nach dem Sommerurlaub bereits vor der Herausforderung, mich für Positives zu sensibilisieren und mich neu zu motivieren. Aber wir können es doch nicht zulassen, dass die ganze Welt uns für spaßbefreit und unzufrieden hält. Die grauen Tage da draußen werden nur dann ein bisschen farbiger, wenn wir sie selbst bunt malen. Sehen Sie’s mal so. Das erste halbe Jahr machen Sie sich Sorgen, dass Sie im Sommerurlaub auch eine Bikini- bzw. Badehosenfigur haben. Sie verwehren sich über Monate die leckersten Köstlichkeiten, nur um am Strand gut auszusehen. Und jetzt wo die Tage kürzer werden, werden die Klamotten länger und kaschieren sogar das eine oder andere unliebsame Pölsterchen. Und das Beste: Es gibt schon wieder Weihnachtsleckereien im Supermarkt, die uns in großen Schritten auf die Völlerei um die Feiertage herum vorbereiten. Kein Grund also im Herbst im Selbstmitleid zu baden. Lachen Sie den Frust einfach mal weg und genießen Sie jeden Tag das, was Sie haben, anstatt immer mehr zu wollen, um dann auch endlich glücklich zu sein. Erfolg alleine macht nämlich nicht glücklich, Geld alleine macht nicht glücklich und wenn Sie Ihren Fokus auf den täglichen Frust legen, dann können Sie ganz viel von allem haben und merken es noch nicht einmal. Also gehen Sie raus und tanzen Sie im Regen! Setzen Sie sich wie Snoopy und Charlie Brown an einen Steg und philosophieren Sie mit Freunden über das Leben. Handeln Sie nach dem Motto: Humor ist, wenn man trotzdem lacht …

Ihr Ralf Schmitt

Für mehr Humor im Arbeitsalltag schenke ich Ihnen drei Bücher:

„Die besten Ideen für mehr Humor“ herausgegeben von Sabine Asgodom, in dem Sie auch meinen Beitrag „Ich liebe Störungen“ oder „Störungen – Ja bitte“ nachlesen können. Dafür schreiben Sie mir einfach ihren Lieblingswitz und eine vollkommen parteiische Jury, die rein nach persönlichem Geschmack entscheidet, wird die Gewinner ermitteln!

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