Flexibilität mit mentaler Mannequin-Challenge

Das wohl größte Projekt, das wir bisher in diesem Jahr mit den Impulspiloten betreut haben, war die IdeenExpo. Dort haben wir neben dem Bühnenprogramm auch die feierliche Eröffnungsveranstaltung konzipiert und durchgeführt. (Ich habe das Thema hier vielleicht schon ein, zwei Mal nebenbei erwähnt 😉

Gänsehautmoment

Ein kleiner Teil davon – genau genommen exakte 3 Minuten – war die Mannequin-Challenge.
2016 startete der virale Video-Hype im Internet. Bei dieser Challenge geht es darum, in einer Situation stocksteif wie ein Mannequin (englisch für Schaufensterpuppe) zu verharren, mit der Handykamera durch die Gruppe zu filmen und so einen überraschenden optischen Effekt zu erzielen.
Auf der IdeenExpo war es ein tolles Element, um den Moment vor dem großen Gongschlag, und damit dem offiziellen Start der IdeenExpo, eine Dramatik und Spannung zu geben, die sich in dem erklingenden Gongschlag dann entlud. Für alle Beteiligten und Gäste vor Ort war es ein echter „Gänsehautmoment“.

Innehalten

Wenn ich mir jetzt nach Abschluss des Projektes das Video anschaue, kommt mir der Gedanke, dass dieses Bild des Innehaltens ein sehr schönes ist. Das bewusste Stoppen in einer Situation bietet Gelegenheit zum Gedanken sammeln und baut eine Energie auf, die vorher nicht da war.
Ihr wisst, ich halte Vorträge zum Thema „Flexibel im Kopf“. Dabei bin ich ein Verfechter einer inneren Einstellung zum Leben, die „Ja“ sagt, weil damit alles in Bewegung bleibt. Wie oft erwähne ich, dass Stillstand Dich nicht weiter bringt und Innovationen Dich so nicht erreichen können und Dich überholen.

Flexibel sein – ohne sich zu verbiegen

Aber, aber – keine Regel ohne Ausnahme. Ja, unsere Welt ist schnelllebig. Jobs sind nicht sicher. Die Politik dreht Kapriolen und wir müssen ständig auf dem Laufenden bleiben, um Computer, Smart-TV oder auch nur unsere Mikrowelle weiterhin bedienen zu können. Aber manchmal würde ich das Leben auch gerne einfach mal einen Moment anhalten. Verschnaufen. Den Kopf durchlüften lassen und eine mentale Mannequin-Challenge für mich machen. Das Wochenende wirklich für mich und meine Familie nutzen und nicht erreichbar sein. Bewusst im Moment verharren, um Energie zu sammeln und Gelegenheiten schaffen, in der Kreativität überhaupt eine Chance hat, sich zu zeigen.

Morgen ist Samstag – falls ihr mich sprechen wollt – ich geh´nicht ans Telefon: Challenge accepted!

Bleibt flexibel – oder eben auch mal nicht!

Euer Ralf