„ Ich lache nur bei Gerhard Polt“

So, ich bin zurück aus meinem Urlaub in „Las Routinos“. War wieder Hauptdarsteller in „Jährlich grüßt das Murmeltier“ auf Mallorca und habe mich mit meiner Familie ausgiebig in der Gewohnheit bräunen lassen. Dann und wann habe ich zur Abkühlung einen Sprung ins Vertraute gewagt. Wie die Jahre zuvor sind wir ein paar eingetretene Pfade entlangspaziert und haben auch mal einen Ausflug zum bereits Bekannten gemacht.
Herrlich entspannend war das!
Jeder wusste was kommt und jedem war bekannt, was ihn erwartet.
Und was soll ich sagen – es gab keine Überraschungen – „mission accomplished“, 150% Entspannung.

Routine relaxt – eine Weile…

Im Ernst, so in der Routine kann man wirklich die Seele baumeln lassen und auch mal die Hirnfrequenz auf null schalten. Mich entspannt das – für ein bis zwei Wochen. Danach werde ich allerdings unruhig. Wenn mein Akku wieder aufgeladen ist wird mir das alles zu still und starr. Ich merke, wie mein Hirn dringend wieder Input braucht, Inspiration, Anregung – egal was! Routine ist kurzfristig gemütlich, aber eng. Sie bringt mich nicht weiter und hält mich die ganze Zeit auf der gleichen Spur. Dabei ist die Welt um uns herum so groß und weit und verrück, dass man gar nicht weit schauen braucht, um etwas Neues zu entdecken. Man muss nur bereit sein, die Augen ein kleines bisschen auf zu machen. Oder vielleicht auch in Erwägung ziehen, dass es noch andere lustige Dinge im Leben geben könnte, als Gerhard Polt.

„Ich lache nur bei Gerhard Polt“

Offensichtlich gibt es viele Menschen, die so grundsätzliche Entscheidungen treffen wie: „Ich lache nur bei Gerhard Polt“. Ich habe selbst vor kurzem ein lebendes Exemplar mit dieser Aussage auf einem meiner Auftritte getroffen. Wenn ich so eine Entscheidung einmal weiterdenke, dann hat das für den armen Polt-Fan weitreichende Konsequenzen. Um es kurz zu machen: Was verpasst der arme Mann alles in seinem Leben!
Aber wenn man es genau bedenkt, haben wir nicht häufig alle irgendwo unsere dunklen „poltschen“ Ansichten, die wir für unumstößliche Naturgesetzte halten?
„Ich kann nicht tanzen“, „ich habe zwei linke Hände bei sowas“, „vegetarisch? Da wird man doch nicht satt von“, „Golf spielen ist total öde“, „Grüner Tee – Bäh!“…. ich könnte ewig so weiter machen.

Flexibel im Kopf

Es muss ja nicht gleich eine Woche Schweigen im tibetanischen Kloster sein oder ein Bauchtanzkurs. Sich im Alltag bewusst kleine Momente zu suchen, in denen man sich etwas Neuem öffnet, trainiert den eigenen Flexibilitätsmuskel und macht frei und offen im Kopf – und Spaß noch dazu! Ein paar Vorschläge habe ich Euch dafür in meinem Video zusammengestellt.

Probiert es aus und bleibt flexibel!
Euer Ralf Schmitt

Flexibel im Kopf – Ich lache nur bei Gerhard Polt from Ralf Schmitt on Vimeo.