William Wankers „goldene“ Netzwerk Regel

Netzwerken ist in aller Munde. Ohne geht es nicht, weder im echten Leben und schon gar nicht im virtuellen. Da gibt es Bücher, Seminare, Zeitschriftenartikel, Blogs… – alles um Geschäftsleuten und Angestellten eine Anleitung zum richtigen Netzwerken zu vermitteln. Es gibt den Network-Knigge, 7 Tipps wie es laufen soll oder auch 30 Tipps – für den ambitionierten Business-Streber. Absolventen sollen anders Netzwerken als CEOs und Frauen sich sowieso dringend mehr vernetzen als bisher.

Netzwerk-Nachhilfe?

Aber ist Netzwerken tatsächlich so schwierig, dass offenbar jeder, vom Uni-Absolventen bis zum Konzernchef Nachhilfe dafür zu benötigen scheint? Die Frage, ob es wichtig und sinnvoll ist im Berufsleben gut verdrahtet zu sein stellt sich in der heutigen, globalen, multimedialen Welt sicherlich niemand mehr. Social Networks laufen sich gegenseitig den Rang ab, „Freunde“ und Likes werden eingekauft und es gibt immer weiterentwickelte Möglichkeiten in Kontakt zu treten. Ob per Foto, Video, Gruppendiskussion oder Sprachnachricht – noch nie war es so einfach und flexibel miteinander über die Distanz zu kommunizieren wie heute.
Aber auf einer Veranstaltung? Face to Face? Wenn man sich doch gar nicht kennt? Was soll man denn da sagen, zu einem Fremden?
Angst!

Trainingscamp Netzwerken

Ich persönlich halte mich dann an meine 3 Regeln – ja genau 3 – nicht 5 nicht 7 und schon gar nicht 30. Und das tolle an meinen 3 Regeln ist, dass ich Sie nicht so schnell vergessen kann, weil ich sie ohnehin in so gut wie allen anderen Bereichen meines Lebens auch einsetze um flexibel im Kopf zu bleiben. Dabei kann man auch herrlich im Alltag üben, um im „Ernstfall“ locker an die Sache heranzugehen.

Kleines Trainingsbeispiel von gestern Abend:
Im Restaurant ist kein Tisch mehr frei und ich werde zu einem Typen gesetzt, der aussieht wie Vin Diesel und allein vor seinem Essen sitzt.

Regel Nr. 1: „Sag ja“ zu der Situation
„Hallo! Ist hier noch frei? Warum isst Du alleine?“
Vin Diesel war offensichtlich aus Hessen und zu einer Tagung nach Hamburg gereist.
Regel Nr. 2: „sei im Moment“
„Ah – eine Tagung! Vom Deuschen Bodybuilder Verband?“
Ganz weit daneben. Am Ende hatte Vin Diesel das 2. Stattsexamen in Jura und war zwar gefährlich muskelbepackt, hatte aber einen überraschenden Kern und kam sehr nett und offen mit mir ins Plaudern.
Regel Nr. 3: kalkuliere Dein Scheitern mit ein.
„Hey- ich bin demnächst in Deiner Gegend. Hast Du Lust auf meinen nächsten Auftritt in Frankfurt zu kommen?“
Wäre er natürlich gerne – ist aber schon verplant. Kein Problem. Noch ein paar Sightseeing Tipps mit auf den Weg gegeben und wieder nebenbei einen netten Menschen kennen gelernt und mich überraschen lassen.

3 Regeln sind ja schon recht überschaubar, wer es aber noch knapper haben möchte, für den hat mein Kollege William Wanker aus den USA exklusiv für Euch die eine, einzige, goldene Netzwerkregel parat. Vielleicht reicht das ja auch schon.
Viel Spaß und bleibt flexibel
Euer Ralf Schmitt

William Wanker 150 % Networking from Ralf Schmitt on Vimeo.